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Sport News aus aller Welt


  • Ein unglaublicher Touchdown-Pass von Tom Brady 23 Sekunden vor Spielende hat den New England Patriots den zweiten Saisonsieg in Folge beschert.

    Der NFL-Champion lag gegen die Houston Texans bis weit ins Schlussviertel zurück, bis Brady mit einem spektakulären 25-Yard-Pass Brandin Cooks in der Endzone fand und die Patriots doch noch zu einem 36:33-Heimsieg führte.

    Noch spannender machten es am 3. Spieltag nur Super-Bowl-Finalist Atlanta Falcons. Im Topspiel gegen die Detroit Lions, die wie die Falcons mit zwei Siegen in die neue Saison gestartet waren, schien Lions-Quarterback Matthew Stafford seinem Team in letzter Sekunde den Sieg zu bescheren.

    Doch sein Touchdown-Pass, der den Heimsieg der Lions besiegelt hätte, wurde nach einer Video-Challenge als ungültig gewertet. Die 30:26-Führung der Falcons hatte bis zum Ende Bestand, obwohl sich Atlantas Quarterback Matt Ryan insgesamt drei Interceptions geleistet hatte.

    Die Denver Broncos kassierten im ersten Auswärtsspiel der Saison ihre erste Niederlage. Inmitten der Protestwelle nach den Attacken von US-Präsident Donald Trump verlor das Team des deutschen Linebackers Kasim Edebali am 3. Spieltag bei den Buffalo Bills 16:26.

    Die Spiele des dritten Spieltags in der Übersicht:

    Freitag, 22. September, 2.25 Uhr:
    San Francisco 49ers - Los Angeles Rams 39:41

    Sonntag, 24. September, 15:30 Uhr:
    Jacksonville Jaguars - Baltimore Ravens 44:7

    Sonntag, 24. September, 19 Uhr:
    Indianapolis Colts - Cleveland Browns 31:28
    Philadelphia Eagles - New York Giants 27:24
    New York Jets - Miami Dolphins 20:6
    Buffalo Bills - Denver Broncos 26:16
    Carolina Panthers - New Orleans Saints 13:34
    Chicago Bears - Pittsburgh Steelers 23:17
    Detroits Lions - Atlanta Falcons 26:30
    Minnesota Vikings - Tampa Bay Buccaneers 34:17
    New England Patriots - Houston Texans 36:33

    Sonntag, 24. September, 22.05 Uhr:
    Tennessee Titans - Seattle Seahawks

    Sonntag, 24. September, 22.25 Uhr:
    Green Bay Packers - Bengals
    Chargers - Kansas City Chiefs

    Montag, 25. September, 2.30 Uhr:
    Washington Redskins - Oakland Raiders

    Dienstag, 26. September, 2.30 Uhr:
    Arizona Cardinals - Dallas Cowboys

  • Wenn selbst ein Mann wie Thomas Müller ratlos ist, dann muss schon einiges passiert sein. Am Freitagabend war das der Fall. 

    Der FC Bayern hatte beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg einen sicher geglaubten Sieg verspielt und der Kapitän suchte nach Worten.

    Welche Bedeutung der  Patzer für den Champions-League-Kracher bei Paris St. Germain am Mittwoch (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) habe, wurde Müller gefragt. Er konnte nur mit einer Gegenfrage antworten.

    "Was kann es denn bedeuten? Was soll ich dazu sagen?", sagte  der Weltmeister leicht genervt und ergänzte nach kurzem Überlegen:

    "Es kann alles bedeuten. Von einer Trotzreaktion bis zu einer schlechten Phase - das werden wir dann am Ergebnis am Mittwoch sehen können."

    Es war eine bezeichnende Szene, die die Unsicherheit beim Rekordmeister vor dem vermutlich schwersten Spiel der Hinrunde deutlich machte. Die Münchner wissen derzeit nicht, wo sie stehen. 

    SPORT1-Experte Marcel Reif schwant bereits Böses: "Wenn das gegen PSG eine Abreibung gibt, dann gibt es eine richtige Diskussion", sagte er im CHECK24 Doppelpass.

    Nerlinger: Abstimmung stimmt nicht

    Viel besorgniserregender als die drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund ist die Art und Weise, wie sich der Rekordmeister am Freitag präsentierte.

    Ideenlos in der Offensive, ungewohnt fehlerhaft in der Defensive. Der Auftritt gegen Wolfsburg erinnerte frappierend an die blutleeren Vorstellungen in der Vorbereitung oder zuletzt gegen Anderlecht.

    Danach allerdings überzeugte der FCB gegen Mainz (4:0) und in Schalke (3:0), weswegen nicht wenige mit einem Schützenfest gegen die angeschlagenen Gäste aus Niedersachsen gerechnet hatten. 

    Stattdessen wurde nach der 2:0-Führung "der Sieg weggeschmissen", wie Müller treffend analysierte. 

    Die Spieler tun sich noch schwer, Gründe zu finden für die gewaltigen Leistungsschwankungen. Einige Bayern-Kenner prangern dagegen konkrete Schwächen beim Rekordmeister an. 

    "Du kannst im Moment alles auseinander nehmen. In der Mannschaft stimmt die Abstimmung nicht", befand der frühere Münchner Sportdirektor Christian Nerlinger im CHECK24 Doppelpass.

    "Das ist ein grundsätzliches Problem, das die Bayern in den Griff bekommen müssen."

    "PSG eines der schwersten Spiele der Welt"

    Doch wie? Das ist die entscheidende Frage. Abwehrchef Mats Hummels setzt auf die Kraft der Selbstheilung.

    "Wenn wir am Mittwoch ein super Spiel liefern, wird wieder alles gut sein. Fußball ist Tagesgeschäft."

    Das Duell mit dem Supersturm um Neymar, Mbappe und Cavani werde allerdings "eine ganz heiße Aufgabe", meinte Hummels: "Eine Auswärtspartie in Paris gehört sicher zu den fünf schwersten Spielen in Europa oder sogar der Welt."

    Nicht alle sehen Bayern momentan für diese Aufgabe gewappnet. Marcel Reif sieht daher jetzt den Trainer gefordert.

    "Man hat Ancelotti immer nachgesagt, dass er eine Kabine und eine Mannschaft zufrieden machen kann. Das ist momentan nicht so. Ancelotti muss jetzt liefern", scheibt er in seiner SPORT1-Kolumne. 

    Vielleicht kommt dem FCB ja entgegen, im Prinzenpark nicht zwingend das Spiel machen zu müssen. So dürfte sich mehr Platz nach vorne ergeben. Allerdings werden auch deutlich mehr Laufbereitschaft und Konzentration in der Rückwärtsbewegung nötig sein.

    "In der Champions League muss man keinen motivieren. Da werden wir ganz anders auftreten", glaubt Hasan Salihamidzic. 

    Wiesn-Besuch als Teambuilding

    Zur Einstimmung ging es am Samstag zunächst mal für die gesamte Mannschaft zum traditionellen Oktoberfestbesuch in Käfers Wiesn-Schenke.

    "Das wird ein richtiger Scheißtag morgen", hatte Salihamidzic noch am Freitagabend gegrantelt.

    Doch mit zunehmender Dauer wurde die Stimmung sichtbar gelassener. Vielleicht war der Ausflug genau die richtige Teambuilding-Maßnahme, um den Kopf für die Herkulesaufgabe in Paris freizubekommen.

    Ansonsten kann man ja am Donnerstag zum Frustsaufen nochmal wiederkommen.

  • Seit vier Spielen steht beim Hamburger SV die Null.

    Die 0:3-Niederlage bei Bayer Leverkusen war die vierte Pleite in Serie ohne eigenen Treffer. Die nach den zwei Auftaktsiegen aufgekommenen Hoffnungen auf eine sorgenfreie Saison sind längst verflogen - von einer Krise wollen die Hamburger aber auch nichts wissen.

    "Das Team tritt nicht so auf, als wäre es in einer Krise", sagte Mergim Mavraj nach der Pleite in Leverkusen.

    Todt: Haben schon Schlimmeres überstanden

    Auch Sportdirektor Jens Todt wollte die alarmierenden Zahlen nicht überbewerten. "Wir wissen, wo wir herkommen", sagte Todt bei Sky. "Wir wissen aber auch, dass wir schon schlimmere Situationen überstanden haben, als so eine Negativserie zu Beginn der Saison."

    In der Vorsaison blieben die Hanseaten gar bis zum 13. Spieltag sieglos und entgingen erst am letzten Spieltag der Relegation.

    Von Platz 16 trennen den Bundesliga-Dino aktuell noch zwei Punkte, das Nordderby am Samstag gegen den Vorletzten Werder Bremen (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) birgt daher besondere Brisanz.

    Nordderby soll für Wende sorgen

    "Gegen Bremen haben wir die Chance, uns auf alte Stärken zu besinnen", sagte Mavraj. Dennis Diekmeier schlug ähnliche Töne an: "Am Wochenende haben wir das Derby zuhause, und da wollen wir mit aller Macht positiv auftreten."

    Zumindest an der kämpferischen Einstellung mangelte es in Leverkusen nicht. Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol gewann gegen die Werkself sogar mehr Zweikämpfe (53 Prozent) - aber in den entscheidenden Duellen waren die HSV-Spieler einfach zu weit weg, um überhaupt eingreifen zu können.

    "Ich möchte keinem Spieler einen Vorwurf machen, alle haben sich bemüht. Trotzdem waren wir heute deutlich unterlegen und haben verdient verloren", zog Todt ein ernüchterndes Fazit.

    HSV-Kader stößt an seine Grenzen

    Dass fünf Leistungsträger verletzt fehlten, wollte Todt nicht als Ausrede gebrauchen. Dennoch sind die Ausfälle von Nicolai Müller, Filip Kostic, Aaron Hunt, Albin Ekdal und Rick van Drongelen nicht zu kompensieren.

    "Wir stoßen momentan mit dem Kader ab und zu an unsere Grenzen", räumte Coach Gisdol ein, der am Dienstag seit genau einem Jahr beim HSV im Amt ist.

    Nach seiner 50. Niederlage in seinem 120. Spiel als Bundesliga-Trainer liefert auch das Jubiläum an der Elbe kaum Anlass zum Feiern. Mit Blick auf das richtungsweisende Nordderby hat Gisdol ohnehin genügend Arbeit.

    "Es kommt natürlich Verunsicherung rein, wenn du die Punkte nicht gemacht hast", sagte Gisdol. "Es ist meine Aufgabe, der Mannschaft wieder Stabilität und Ruhe zu geben, um gut vorbereitet ins nächste Spiel zu gehen."

    Bleibt auch gegen Werder Bremen die erhoffte Wende aus, dürfte die Unruhe allerdings zunehmen.

  • Serbien und Italien sind bei der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen in Aserbaidschan und Georgien als erste Mannschaften direkt ins Viertelfinale eingezogen.

    Italien sicherte sich mit drei Siegen und acht Punkten die Spitzenposition in der Gruppe B, der EM-Dritte Serbien gewann die Gruppe D.

    Co-Gastgeber Georgien ist dagegen bereits ausgeschieden, auch Belgien muss die Heimreise antreten. In der Play-off-Runde treffen am Mittwoch Weißrussland und Tschechien sowie die Niederlande und Kroatien aufeinander.

    Vier Gruppensieger erreichen direkt die Runde der letzten Acht

    Bei der EM erreichen die vier Gruppensieger direkt die Runde der letzten Acht, die jeweiligen Zweiten und Dritten spielen zuvor die Gegner aus. Die Play-offs sowie die weiteren K.o.-Spiele finden komplett in Baku statt.

    Die deutsche Mannschaft bestreitet am Montag (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ihr drittes Spiel der Gruppe A und kann sich mit einem klaren Sieg gegen Co-Gastgeber Aserbaidschan noch direkt für die Runde der letzten Acht qualifizieren.

  • NHL-Champion Pittsburgh Penguins hat die Einladung von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus akzeptiert.

    Die Penguins teilten mit, dass sie Institution des Präsidentenamtes und die lange Tradition von Mannschaftsbesuchen nach einem Titelgewinn im Weißen Haus respektieren und die Einladung deshalb auch in diesem Jahr wieder angenommen haben.

    "Jede Übereinstimmung oder Nicht-Übereinstimmung mit der Politik eines Präsidenten, seinen Grundsätzen und seinem Programm kann auf anderen Wegen ausgedrückt werden", schrieb Pittsburgh in seiner Mitteilung.

    Trump hatte sich in den vergangenen Tagen mehrfach mit Sportlern und Teams aus der NFL und NBA angelegt.

    NBA-Champion Golden State Warriors wurde von Trump am Samstag nach Kritik von Superstar Stephen Curry wieder ausgeladen.

  • Hallo Fußball-Freunde,

    Borussia Dortmund ist glänzend in die Saison gestartet. Die Mannschaft spielt faszinierenden Offensivfußball - allerdings mit Potenzial für Probleme in der Defensive. 

    Der Spielkalender hat ihnen durchaus geholfen bislang, in Tottenham sah es etwas anders aus. Es ist noch zu früh, um von der Meisterschaft zu sprechen. Dennoch erinnert mich bei diesem BVB schon vieles an Jürgen Klopp - nur dass das Ganze sehr viel strukturierter ist.

    Peter Bosz steht für Offensive mit Risiko. Ich bin sehr gespannt, welche Taktik er gegen Real Madrid spielen lässt. Ob er auch so hoch verteidigen lässt, wenn Ronaldo und die anderen Stars daher kommen. 

    Womöglich kommt das Spiel für Dortmund zu besten Zeit. Real hat zweimal hintereinander die Champions League gewonnen, das hat noch niemand geschafft. Es wäre sehr menschlich, wenn da aktuell ein Durchatmen passiert. Wenn du sie also schnappen willst, dann jetzt.

    Auch die Verantwortlichen beim BVB haben zuletzt vieles richtig gemacht. Sie haben die Krisen mit Dembele, der zum FC Barcelona gewechselt ist, und Aubameyang, der wechseln wollte, weggemanagt, bevor sie überhaupt richtig entstanden sind. 

    Ganz anders ist die Lage bei den Bayern. Sie rufen ihr Potenzial nicht ab. Carlo Ancelotti muss jetzt liefern. Wenn das gegen PSG eine Abreibung gibt, dann gibt es eine richtige Diskussion.

    Man hat Ancelotti immer nachgesagt, dass er eine Kabine und eine Mannschaft zufrieden machen kann. Das ist momentan nicht so. Es gibt Grüppchen, es gibt Spieler, die Gesprächsbedarf haben und nicht zufrieden sind. Das ist ein Problem.

    Das Spiel gegen PSG ist ein besonderes, da geht es um Grundsätze. Um den Gegensatz: 'Wir machen den Wahnsinn in Europa nicht mit' gegen einen Verein, der glaubt, Geld schieße Tore. Ich bin sehr gespannt. 

    Die Schwäche des FC Bayern macht sich derzeit 1899 Hoffenheim zunutze. Wenn Spieler wie Süle oder Rudy weggehen, musst du ja eigentlich fast einen Einbruch haben. Das Gegenteil ist passiert.

    Sie spielen international, in Liverpool hat Nagelsmann Dresche gekriegt. Das hat sehr wehgetan. Aus so etwas zu lernen und dann in der Liga so darauf zu antworten - das ist ein wichtiger Schritt.

    Bis demnächst,
    Euer Marcel Reif

    Marcel Reif ist nach rund 1.500 kommentierten Spielen eine Reporter-Legende. Für seine Arbeit erhielt Reif unter anderem den "Grimme Preis", den "Deutschen Fernsehpreis" und den "Bayerischen Fernsehpreis". Seit dieser Saison begleitet Marcel Reif als Experte den Check24 Doppelpass auf SPORT1.

  • Begleitet von Standing Ovations verließ Lucas Alario in der Schlussphase lächelnd den Platz, gleich nach Spielende gab es dann nicht nur von Rudi Völler eine Umarmung für Bayer Leverkusens 19-Millionen-Mann.

    Beim erfolgreichen Debüt des Argentiniers hatte die Werkself durch ein 3:0 (2:0) gegen den Hamburger SV den anvisierten Sprung ins Tabellenmittelfeld der Bundesliga geschafft - und zugleich die Krise beim Bundesliga-Dino verschärft. (Die Tabelle der Bundesliga)

    Volland trifft doppelt - und dankt Alario

    "Es hat Spaß gemacht mit Lucas da vorne drin, mein zweites Tor geht klar auf seine Kappe", sagte Alarios Sturmpartner Kevin Volland, der selbst gleich zweimal (20./83.) traf.

    Alario, für den Bayer erst unter der Woche die Spielgenehmigung erhalten hatte, erzielte ein Tor (23.) und bereitete Vollands Treffer zum Endstand vor. "Es zeichnet einen guten Mittelstürmer aus, dass er immer auch an die Mannschaft denkt", sagte Volland.

    Trainer Heiko Herrlich war mit dem Debüt des Neuzugangs ebenfalls zufrieden: "Alario hat bei seinem Treffer gezeigt, welche Qualitäten er hat. Er kann definitiv eine Verstärkung sein."

    Leverkusen klettert auf Rang zehn

    Bayer bleibt damit in dieser Saison vor eigenem Publikum ungeschlagen und kletterte mit sieben Punkten auf den zehnten Rang. Der HSV kassierte seine vierte Niederlage ohne eigenen Treffer in Serie und rutschte auf den 15. Platz ab.

    "Wir haben den Gegner, der auch nicht vor Selbstvertrauen strotzte, durch unsere Fehler stark gemacht, dazu haben wir uns auch zu wenige Chancen herausgespielt", sagte HSV-Sportchef Jens Todt bei Sky: "Und dann wird es natürlich schwierig."

    Die erste Chance hatten nach einer Viertelstunde trotz allem noch die Gäste verbucht. Leverkusens Nationaltorwart Bernd Leno konnte den Ball aber nach einem strammen Schuss von Neuzugang Sejad Salihovic über die Latte lenken. Nur fünf Minuten später war dann Volland nach einer guten Kopfball-Vorlage von Leon Bailey zur Stelle. 

    Herrlich mit Sonderlob für Alario

    Kurz darauf setzte dann erneut Bailey Alario glänzend in Szene. Der 24-Jährige nutzte gleich seine erste Gelegenheit im Bayer-Dress eiskalt zum 2:0. "Der war gar nicht einfach zu machen", sagte Bayer-Trainer Heiko Herrlich, einst selbst Stürmer: "Lucas hat gut mitgespielt, gut mitgearbeitet und direkt sein Tor erzielt."

    Herrlich hatte seine Startformation nach der 1:2-Niederlage unter der Woche bei Hertha BSC gleich auf sechs Positionen verändert und unter anderem seinem Kapitän Lars Bender eine Pause gegönnt.

    HSV zu harmlos

    Auch nach der Pause hatte Bayer Hamburg jederzeit im Griff, war in den Zweikämpfen konsequenter und im Angriff weitaus zielstrebiger als die Gäste von der Elbe. Hamburg agierte zwar von der Grundausrichtung offensiver als in Durchgang eins, sonderlich gefordert wurde die gute Bayer-Abwehr aber nicht. Lediglich Lewis Holtby (59.) sorgte noch einmal für Gefahr im Bayer-Strafraum. 

    Auf der anderen Seite leitete der eingewechselte Julian Brandt das 3:0 schließlich hervorragend ein. Alario legte mit viel Übersicht quer auf Volland - und wurde wenig später mit viel Applaus verabschiedet.

  • Mit einem der spektakulärsten Rennen der Saison verabschiedet sich das GT Masters in Hockenheim in die Winterpause. Rolf Ineichen und Christian Engelhart (GRT Grasser Racing Team) holten mit ihrem Lamborghini Huracan den Sieg im 14. Rennen des Jahres. Der neue Champion Jules Gounon und Daniel Keilwitz sicherten mit Rang zwei Callaway Competition auch den Gewinn der Team-Wertung, der zweite Platz sicherte Keilwitz noch Rang zwei in der Fahrerwertung. Platz drei holten die Audi-Fahrer Jeffrey Schmidt und Christopher Haase (Land-Motorsport). "Ich kann es kaum fassen", so Sieger Ineichen im Ziel. "Das war das schwierigste Rennen meiner Karriere. Wir haben gekämpft bis zur letzten Minute."

    Die erste Hälfte des Finalrennens stand ganz im Zeichen von Pole-Setter Philipp Eng (Schnitzer) im BMW, der bis zum Fahrerwechsel das Feld anführte, doch danach wurde es an der Spitze turbulent. Nachdem Rolf Ineichen den auf Platz zwei liegenden Lamborghini von Partner Christian Engelhart übernommen hatte, machte der Schweizer Druck auf den führenden BMW, der nun von Nick Catsburg gefahren wurde. Mehrmals versuchte er am M6 GT3 vorbeizukommen.

    Dahinter schlossen schließlich Porsche-Pilot Robert Renauer (Herberth Motorsport) und der frischgebackene Champion Jules Gounon zum Führungsduo auf. Renauer überholte kurze Zeit später Ineichen und griff in den Schlussrunden den führenden BMW an. Mehrmals wechselte zwischen dem BMW und dem Porsche die Führung, ehe es in der Schlussrunde ausgangs der Spitzkehre eine Berührung zwischen den beiden Fahrzeugen gab: Während Catsburg weiterfuhr und als Erster die Zielflagge sah, fiel Renauer nach einem Dreher zurück.

    Doch unmittelbar nach der Zieldurchfahrt wurde Catsburg aufgrund der Kollision mit Renauer nachträglich mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt, das BMW-Duo wurde auf Rang 13 gewertet. Somit kamen Engelhart und Ineichen, der in der Schlussphase den Corvette-Piloten und neuen Champion Gounon hinter sich halten konnte, zu ihrem zweiten Saisonsieg. Ineichen feierte zudem den Laufsieg in der Trophy-Wertung für nicht-professionelle Fahrer. Für das GRT Grasser Racing Team war es der insgesamt dritte Erfolg der Saison.

    Keilwitz erkämpft sich Vizetitel

    Gounon und Partner Daniel Keilwitz fuhren nach dem Sieg am Samstag als Zweite und Sieger der Junior-Wertung erneut auf das Podest. Beide zeigten eine starke Aufholjagd vom 14. Startplatz. Keilwitz hatte die Corvette bis zum Fahrwechsel bereits auf den vierten Rang nach vorn gefahren. Dank des zweiten Rangs entschied Callaway Competition neben dem Fahrertitel und der Junior-Wertung auch die Team-Wertung für sich. Keilwitz, der wegen eines Beinbruchs sechs Rennen verpasste, wurde noch Gesamtzweiter hinter Teamkollege Gounon.

    Platz drei ging schließlich an den Audi von Jeffrey Schmidt und Christopher Haase vor den lange um den Sieg kämpfenden Porsche-Fahrern Robert Renauer und Sven Müller (Herberth Motorsport) auf Position vier. Mike David Ortmann und Frank Stippler (Mücke Motorsport) im Audi gelang mit Rang fünf die beste Platzierung der Saison. Nachdem sie in der Anfangsphase des Rennens von einem Audi umgedreht wurden, kamen Ezequiel Perez Companc und Mirko Bortolotti im zweiten Lamborghini des GRT Grasser Racing Team noch auf Platz sechs.

    Rang sieben ging an Mathieu Jaminet und Michael Ammermüller (Team75 Bernhard) im Porsche 911, danach sahen die letztjährigen Champions Connor De Phillippi und Christopher Mies (Land-Motorsport) mit ihrem Audi die Zielflagge. Die Top 10 komplettierten Luca Stolz und Luca Ludwig (Zakspeed) im besten Mercedes-AMG sowie Dennis Marschall und Patric Niederhauser (Aust Motorsport) in einem weiteren Audi R8.

    Stimmen der Sieger

    Christian Engelhart: "Ein fantastisches Rennen. Wir kamen optimal vorbereitet nach Hockenheim und hatten von der ersten Session an ein perfektes Auto. Ich habe im Qualifying eine perfekte Runde erwischt. Im Rennen bin ich bis zum Fahrwechsel an Philipp Eng drangeblieben. Dann haben wir durch einen früheren Boxenstopp versucht, am BMW vorbeizukommen. Fast hätte es auch geklappt. Nick Catsburg hatte in der zweiten Rennhälfte nicht die Pace, weshalb er die Verfolge aufgehalten hat. Dass Rolf in der turbulenten Schlussphase so bedacht gefahren ist und wir jetzt uns über den Sieg freuen können, ist gigantisch."

    Rolf Ineichen: "Ich bin super happy. Es tut mir ein bisschen leid für Robert Renauer, der ein tolles Rennen gefahren ist und den Sieg auch verdient gehabt hätte. Ich habe am Anfang vielleicht etwas zu viel gepusht, als ich versucht habe, am BMW vorbeizukommen. Dadurch haben am Ende die Hinterreifen extrem abgebaut. Es war nicht einfach die Corvette hinter mir zu halten, vor allem vor der Spitzkehre."

    © Motorsport-Total.com

  • Die deutschen Volleyballerinnen haben bei der Europameisterschaft in Aserbaidschan und Georgien die erste Hürde gemeistert und die K.o.-Phase erreicht.

    Nach einem schwer erkämpften 3:1 (25:21, 19:25, 25:21, 25:18) gegen sieglose Ungarinnen ist dem Team von Bundestrainer Felix Koslowski einer der ersten drei Plätze, die zum Weiterkommen berechtigen, nicht mehr zu nehmen.

    "Wir wollten volle Kanne loslegen, hatten dann aber einen Hänger im zweiten Satz, das war ein bisschen ärgerlich. Dann haben wir es aber durchgezogen", sagte Zuspielerin Denise Hanke, mit 13 Punkten zweitbeste Punktelieferantin nach Diagonalangreiferin Luisa Lippmann (19).

    Chance auf direktes Viertelfinal-Ticket besteht

    Mit einem klaren Sieg gegen Gastgeber Aserbaidschan am Montag (ab 15.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) kann die junge Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) sogar noch das direkte Viertelfinal-Ticket lösen, das Italien und Serbien schon sicher haben. Als Zweite oder Dritte der Gruppe A müssten die Schmetterlinge den Umweg über die Play-off-Runde nehmen. Die Ungarinnen sind nach drei Niederlagen bereits ausgeschieden.

    Deutschland liegt nach der knappen Auftaktniederlage (2:3) gegen Polen mit vier Punkten hinter Aserbaidschan (6) und den Polinnen (5) auf dem dritten Rang. Für einen Sieg gegen den Spitzenreiter muss sich die DVV-Auswahl allerdings deutlich steigern. In der Play-off-Runde ginge es gegen ein Team der Gruppe C (Russland, Türkei, Bulgarien, Ukraine).

    Deutschland überwindet Anfangsnervosität

    Gegen die Ungarinnen, die bis dahin erst einen Satz im Turnier gewinnen konnten, tat sich das Team um Spielführerin Maren Fromm von Beginn an schwer, zwischenzeitlich zog der Außenseiter sogar ein bisschen davon. Dann überwanden Fromm und Co. die Anfangsnervosität und gewannen den ersten Durchgang.

    Allerdings brachte dies keine zusätzliche Sicherheit. Stattdessen häuften sich Unkonzentriertheiten und Fehler, die den Gegner erstarken ließen. Den Deutschen gelangen gerade die einfachen Punkte nicht mehr, der Weltranglisten-13. agierte mutlos und kassierte den Ausgleich.

    Hanke reißt Teamkolleginnen mit

    Das Team gab aber nicht auf und sicherte sich dank eines deutlich verbesserten Angriffs sowie einer guten Blockabwehr den wichtigen dritten Satz, gerade Zuspielerin Denise Hanke riss ihre Teamkolleginnen mit. Mit viel Geduld und Ruhe zeigte Deutschland dann endlich seine Klasse und machte den ersten Erfolg perfekt.

    Zum Auftakt am Freitag hatte die DVV-Auswahl eine 2:1-Führung noch aus der Hand gegeben und eine knappe Niederlage gegen Polen (2:3) erlitten. Letztendlich hatten der Mannschaft nur zwei Punkte gefehlt, um das 3:1 klar zu machen, doch die Nervosität und die mangelnde Abgeklärtheit machte den Koslowksi-Schützlingen einen Strich durch die Rechnung.

    Der Bundestrainer, der in Baku auf eine wenig erfahrene Mannschaft mit sieben EM-Debütantinnen setzt, hatte sich vor Turnierbeginn mit Forderungen zurückgehalten und das Erreichen des Viertelfinales als Ziel ausgegeben.

  • Am Donnerstagabend prügelte Präsident Christian Constantin vom FC Sion auf den ehemaligen Bundesliga-Trainer Rolf Fringer ein.

    Vor der Attacke gegen den jetzigen TV-Experten beim Schweizer TV-Sender Teleclub soll sogar eine Todesdrohung gegen Fringer ausgesprochen worden sein - und zwar vom Präsidenten-Sohn Barthelemy Constantin (22).

    Dies behauptet Teleclub-Moderator Chris Augsburger in der Schweizer Zeitung Blick. Augsburger stand nach dem 2:1-Sieg Sions in Lugano neben Fringer, um die Partie zu analysieren.

    Augsburger berichtete: "Barthelemy hat Rolf am Kragen gepackt und geschrien: 'Wenn du nochmals etwas gegen meine Familie sagst, dann schwöre ich dir, ich töte dich!'"

    Und weiter: "Ich war unfähig, zu reagieren, ich war perplex. Das ist eine Mord­drohung, so etwas habe ich noch nie erlebt. Nach fünfzehn Sekunden war der Spuk vorbei."

    "Habe auf ihn eingeschimpft"

    Sion-Präsident Christian Constantin sagte zu dem Vorfall: "Ich weiß, weshalb Barth so ausgerastet ist. Aber er will das nicht näher erläutern und ich verstehe das. Im Nachgang einer Gesprächsrunde bei Teleclub, bei der auch Rolf Fringer zugegen war, sind Dinge über uns gesagt worden, die derart enorm, kränkend und abstoßend sind, dass ich sie hier unmöglich ausbreiten kann."

    Sohn Barthelemy selbst erinnert sich so: "Als Fringer mir sagte, dass er in Bezug auf meinen Vater im Teleclub nichts Negatives gesagt habe, bin ich explodiert. Ich habe ihm den Finger unter die Nase gehalten, ohne ihn allerdings zu berühren, und habe auf ihn eingeschimpft. Was genau ich da gesagt habe, weiß ich nicht mehr, derart in Rage war ich. Ich spürte, dass ich am Durchdrehen und kurz davor war, die Kontrolle vollends zu verlieren, weshalb ich dann wegging."

    Attacke auf TV-Experten

    Fringer war von 1995 bis 1996 Trainer des VfB Stuttgart und trainierte zudem schon die Schweizer Nationalmannschaft.

    Nach dem Spiel zwischen Lugano und Sion war Gäste-Präsident Constantin auf den 60-Jährigen zugestürmt und hatte ihm mehrere Schläge und Tritte versetzt. (Hier gibt es ein Video des Ausrasters)

    Fringer hatte den Vorfall so geschildert: "Zuerst ist sein Sohn gekommen und dann er. Er hat mir drei, vier Ohrfeigen gegeben. Ich habe mein Mikrofon gehalten, habe mich gar nicht gewehrt. Ich habe gedacht, das darf doch gar nicht wahr sein."